Update

bbc.mcw.edu Ich sitze gerade in der Bibliothek in Geraldton und merke, dass ich ja schon lange kein Update mehr gemacht habe. Also, hier kommt, was in der Zwischenzeit so passiert ist.

Nach Tagen in Esperance ohne Wind habe ich beschlossen, mich wieder auf den Weg in den Norden zu machen und bin erneut in Geraldton, der Windsurfhauptstadt in WA, gelandet. Ich habe 4 Jungs aus Deutschland getroffen und bin ein paar Tage mit denen rumgehängt. Wir waren fischen, surfen, schwimmen und haben zusammen den gefangenen Fisch gegessen. Schlussendlich haben wir nur auf Vorgestern gewartet, eine Vorhersage von 4m Welle und guten 20kn Wind.

Als der Tag gekommen ist, waren wir erst ein bisschen enttäuscht. Der Swell sah richtig gut aus, doch der Wind kam zu östlich. Wir haben uns entschieden, erst mal Sunset beach auszuprobieren. Das war ein Kampf! Vom Beach hat man ca. 50m bis in die Brandung und die ist selbst noch mal so 100m weit. Der Beach besteht aber aus hohen Dünen und so hatte man am Strand und im Break keinen oder nur ganz böigen Wind. Mann, wurde ich gewaschen!!! Die Wellen waren richtig kraftvoll und zum Teil hats nicht mal für einen Wasserstart gereicht, während vor dir eine kopfhohe Welle explodiert. Dennoch wurde ich mit 2 unglaublichen down-the-line wellenritten belohnt und kam nach einem weiteren Waschgang entkräftet an den Beach. Zeitgleich sah ich, wie ein Freund mit total zerstörtem Segel richtung Ausgangspunkt lief. Nochmals Glück gehabt, dachte ich.

Wir sind dann zu 3. im Van weiter nach Coronation Beach, wo uns unkonstanter Wind fürs 4.7ner und Wellen von 2-4m erwarteten. Im Verlaufe des Tages wurden sie immer grösser, die Bedingungen immer besser und ich immer müder. Ich hatte viele wunderschöne Wellenritte und mir wurde nochmals bewusst, wie schön dieser Sport ist und was er dir zurück gibt. Als die Sonne sich schon gegen den Horizont bewegte, wurde ich nach einem Sturz nochmals richtig gewaschen. Die Wellen waren gut 3m hoch, hohlbrechend wie man sie sonst nie hat in Coros und im 4er Set daherkommend. Die erste brach 2m vor meinem Kopf, ich das Segel irgendwie haltend, wurde durchgewirbelt und tauchte nach einer gefühlten Ewigkeit wieder auf, just als die nächste Welle brach. Mein Material konnte ich vergessen, das wurde von der ersten Welle mitgerissen und so fand ich mich schwimmend mitten im Break wieder. Die letzte Welle war dann auch eine kleine Hilfe, denn ich konnte so schneller zum Strand schwimmen. Auf halbem Weg habe ich dann mein Surfzeugs wieder gefunden und glücklicherweise war alles noch intakt. So bin ich ausser Atem aber glücklich und entkräftet am Strand angekommen und wir haben den sensationellen Tag mit einem Sixpack Bier und frisch gefangenem Snapper ausklingen lassen.

Im Moment bin ich immernoch in Geraldton und habe meinen Van inseriert. Doch die Vorhersage sieht wohl so aus, dass ich noch einmal in den Norden fahr nach Gnaraloo und eine der weltbesten Wellen noch abreiten darf. Wir werden sehen…

Fischen mit den Jungs

Gut gefüllter Van 🙂

coronation beach

coros

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