Züglifahre und Ponyriite

Der Rucksack ist gepackt. 19.5kg, gerade im Rahmen für die erlaubten 20 Kilos. Es ist anders als sonst. Statt Badeshorts ist ein Benzinkocher dabei und ein Zelt ersetzt die Flip Flops. Ich habe eine mehr oder weniger gut ausgestattete Notfallapotheke, meinen Dolch aus Kindheitstagen, einen Kompass und einen Wasserfilter eingepackt. Dinge, die ich sonst nicht auf meine Reisen mitnehme.

Katharina hat sich nach einem Aufruf bei mir gemeldet und fortan haben wir uns gemeinsam um die Reiseplanung gekümmert. Dies hat insbesondere meine liebe Mutter sehr beruhigt 🙂 Ich habe begonnen, Reitstunden zu nehmen und Simi hat mir netterweise Ihre Ausrüstung auf die Reise mitgegeben. Doch um welche Reise gehts denn eigentlich?

Wir werden uns in Moskau treffen, dem Startpunkt für den ersten Teil der Reise. Ich gehe einige Tage früher als Katharina um eine Freundin aus Dahab zu besuchen und die Stadt zu erkunden. Danach fahren wir an einem Stück mit der Eisenbahn in fast 5 Tagen durch die Tundra und Taiga Sibiriens bis nach Irkutsk am Baikalsee. Der Baikalsee ist der tiefste Binnensee und von immenser Grösse. Von Irkutsk fahren wir mit dem Bus in etwa 8 Stunden zu der Insel Olkhon wo wir einige Tage verbringen. Danach gehts zurück nach Irkutsk und mit dem Zug weiter nach Ulan Ude auf der östlichen Seite des Baikalsees. Dort steigen wir in die Transmongolische Eisenbahn, welche uns direkt nach Ulaan Baator fährt.

Ab da beginnt Teil Zwei unserer Reise. Die einzelnen Details haben wir noch nicht ausgearbeitet, doch wir werden uns je ein Pferd plus ein Packpferd kaufen und dann entweder von Ulaan Baator oder Tsetserleg losreiten. Wir haben etwa 5-6 Wochen Zeit um 700-800km auf dem Pferderücken zu bewältigen. Wir werden uns entlang der Flüsse halten, welches die Navigation doch wesentlich erleichtert. 😉

Am Ende angekommen, werden wir die Pferde verkaufen und am 12. Juli von UB zurück nach Zürich fliegen. Ich versuche euch mit dem Blog in unregelmässigen Abständen auf dem Laufenden zu halten, was sich aber in der Mongolei eher schwierig gestalten dürfte. Godspeed and Farewell